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Narada – karmischer Schicksalsbringer

Aus einem Vortrag, der am 22. März 1942 in Point Loma, Calif., gehalten wurde und später in Fountain-Source of Occultism Seite 689-695 veröffentlicht wurde.

 

 

Nârada, wie ihn die Hindus nennen, Pesh-Hun, wie die Tibeter sagen, ist in der Welt. Der Schicksalsbringer, den die Christen vermutlich den Überbringer der Rache des Herrn nennen würden, ist überall in jedem Lande zu finden. Sein karmisches Werk geht weiter: Ernten, damit zukünftige Saaten wieder ausgestreut werden können. Die Christen würden ihn den schrecklichen göttlichen Rächer nennen; und dennoch ist Nârada oder Pesh-Hun der größte Freund der Menschen, die ihn anerkennen. Sein Werk ist nicht Verderben, es läßt nur geschehen, was der Mensch selbst gestaltet hat. Wenn er auch die Wege der Menschen stört, weil die Befehle der göttlichen Gerechtigkeit durchgeführt werden müssen, so ist er doch auch der Friedebringer und der Wiederhersteller der Harmonie. Ein schöner jüdischer Ausspruch lautet: Im Grunde genommen ist es Nârada oder Pesh-Hun, der "alle Tränen wegwischen wird." ...

Was sind die Aufgaben Nâradas? Bezeichnenderweise jene, die das karmische Schicksal durchführen. Dort ist der Schlüssel für sein gesamtes Wirken. Nârada als individueller Mittler oder als Individualität oder als Erzengel sieht darauf, daß das, was die Lipikas [die kosmischen Schreiber] niedergeschrieben haben, durchgeführt wird. Er ist der Vermittler des karmischen Schicksals. Doch gerade weil für uns Menschen das Schicksal - durch unsere eigenen Fehler und Verfehlungen in der Vergangenheit - oft so unangenehm ist, wurden von jenen, die gesehen haben, wie Nârada in der Welt und in der Welt der Menschen wirkt, und weil sie nicht wollten, daß es so ist, sehr wenig schmeichelhafte Worte für ihn verwendet. Wenn es für sie angenehm ist, wenn es etwas ist, das den Menschen gefällt, dann werden ihm sehr schmeichelhafte Namen gegeben: der Wohltäter, der freundliche Helfer, der Kämpfer für die Menschheit, der Gestalter alles guten Geschehens im Schicksal. Sobald er aber als ein unparteiischer, unpersönlicher Vollstrecker des karmischen Schicksals der menschlichen Rasse Unannehmlichkeiten beschert, dann werden ihm von den Menschen sehr wenig schmeichelhafte Namen gegeben. Er wird z. B. Kali-Kara, der Streitmacher, genannt, weil es im Laufe des menschlichen Schicksals seine Aufgabe ist, Krieg und Frieden zu bringen.

... Im Abendland wollen wir nicht glauben, daß die Welt von kosmischen und spirituellen Gesetzen gelenkt wird. Wir wollen auch nicht glauben, daß die schrecklichen Dinge, die uns begegnen, unfehlbar und zwangsläufig unser eigenes selbstverdientes Schicksal sind. Wir glauben lieber: Es ist sein Fehler. Auf diese Art geben wir den Schwarzen Peter weiter. Und dennoch, zeigen Sie mir ein Geschehen, das, soweit man es beurteilen kann, nicht das Ergebnis Ihrer eigenen Handlung ist. Es gibt das Gesetz.

Die Obliegenheit Nâradas ist es, als Schicksalsbringer zu wirken. Wie macht er das? Da er ein Dhyâni-Chohan [Herr der Meditation] ist, kann er nicht unter uns erscheinen und wie ein menschliches Wesen wirken. Er gehört einem viel höheren Lebensbereich an, dem höchsten der drei dhyâni-chohanischen Reiche, und ist ein unpersönlicher, unparteiischer Schicksalsbringer. Er hat darauf zu achten, daß die Welt geschützt wird, daß das Karmagesetz, das Schicksal, ohne Rücksicht auf die Folgen erfüllt wird; denn es ist der einzige Weg, um Gesetz, Ordnung, Gleichgewicht, Gerechtigkeit, letzte Weisheit und Frieden wiederherzustellen. Andernfalls würde die Natur riesige Mengen unerfüllten Karmas aufspeichern, das irgendwann einmal, oder mit der Zeit, die menschliche Rasse überfluten und sie völlig vernichten könnte. ...

Wie wirkt daher Nârada? Manchmal überschattet er Menschen mit den richtigen psychologischen, spirituellen, intellektuellen und auch physischen Charakteranlagen und wirkt durch sie. Diese Menschen werden von H. P. B. Schicksalsfiguren genannt. Sie selbst brauchen nicht einmal gute Menschen zu sein, was ein weiterer Grund dafür ist, warum von Nârada oft in wenig schmeichelhaften Ausdrücken gesprochen wird. Diese Werkzeuge des Schicksals können aber auch gute Menschen sein. Sie werden nur als Instrumente und Werkzeuge verwendet, damit gewisse Dinge durchgeführt oder durchgesetzt werden können, die im Schoße der Zeit verborgen liegen und zum Vorschein kommen müssen. Dafür muß es eine solche leitende spirituelle Kraft geben, die darauf achtet, daß die Durchführung dieser Geschehnisse ohne die vollständige Vernichtung der Menschheit vor sich gehen wird. Dies ist Nâradas Werk: Er ist ein Beschützer der Menschheit und auch ein Rächer.

Der Abendländer ist seit Jahrhunderten in einem religiösen und philosophischen System geschult worden, das seit dem frühen Mittelalter so vollständig im Gegensatz zu den Tatsachen in der Natur steht, daß wir das Gefühl verloren haben, wie die Welt gelenkt und regiert wird. Sie wird durch spirituelle und hochintellektuelle Kräfte gelenkt und regiert. ... Nichts geschieht durch Zufall, durch Glücksfall, durch Laune oder durch Zufälligkeit. Alles, was auf diesem Globus oder im Sonnensystem, in der Sonne oder in der Milchstraße vor sich geht, geschieht gesetzmäßig. Es geschieht nach dem Gesetz, weil es die Vollzieher dieses Gesetzes, die Diener Karmas, gibt, um es genau durchzuführen und sozusagen das Erdbeben oder die Flutwelle oder den Zyklon am Übermaß und an der wahllosen Zerstörung zu hindern. Können Sie verstehen, was ich sagen möchte? Das Schicksal liegt fest in den Händen der Götter. Die frühen Christen drückten es in ihrer eigenen Weise aus - einer Redensart, die heute ihren Sinn verloren hat: "Die Welt wird von Gott dem Allmächtigen durch die Hierarchie der Engel regiert." Diese Engel führen die Befehle des Schicksals aus. Sogar in der heutigen christlichen Lehre gibt es noch Überreste dieser alten Theosophie des frühen Christentums, wenn zum Beispiel vom Engel des Todes, dem Engel des Schicksals oder dem Engel der Krankheit gesprochen wird - oder wenden wir uns dem Neuen Testament zu, so ist die Rede von den Vier Engeln der Apokalypse. Und nun könnte man fragen: "Was sind sie jetzt?" Krieg, Krankheit oder Seuche, Hunger und Tod: der spanische Schriftsteller Ibáñez schrieb ein hervorragendes Buch The Four Horsemen of the Apocalypse (Die vier Reiter der Apokalypse).

Nun, es ist Nârada, der für diese karmischen Produkte des Schicksals verantwortlich ist. Es ist kein Wunder, daß er Kali-Kâra, der Streitmacher, genannt wird. Er erzeugt es nicht aus dem Nichts heraus, nicht aus dem teuflischen Wunsch, der Menschheit zu schaden. Er ist einfach der Vollstrecker karmischen Geschehens und führt z. B. die Auflösung alter kristallisierter Lebensbedingungen herbei, die für die Menschheit zum spirituellen Betäubungsmittel werden, oder er hält Vorgänge an, die die Menschheit schädigen würden. Daraus ersieht man, daß eine solche Lehre auch gefährlich werden könnte, wenn sie in die Hände verantwortungsloser oder schwacher Menschen fiele, die sie zu persönlichen und selbstsüchtigen Zwecken mißbrauchen würden. Solche Menschen haben keine Vorstellung, wie tief und kompliziert die theosophischen Wahrheiten sind, welche die archaische Weisheits-Religion bilden.

Noch einmal möchte ich fragen: Was oder wer ist Nârada? Nârada ist nicht nur der Vollstrecker des karmischen Schicksals, er ist auch der Retter der Menschheit, der den Fortschritt der menschlichen Entwicklung zustande bringt, der einen Wechsel verursacht, der aufwärts führt zu edleren Dingen, und gleichzeitig, paradox genug, ist er der Veranlasser oder der Wiederhersteller spiritueller und intellektueller Stabilität. Es kann keine Stabilität geben, wenn ein aufgefülltes karmisches Reservoir darauf wartet, Zerstörung und blinde Vernichtung zu verursachen, und den Damm zu durchbrechen droht.

Wir sollten einige Schlußfolgerungen aus diesen Gedanken in uns aufnehmen. Sie werden uns barmherzig stimmen, und wir werden weniger dazu neigen, andere menschliche Wesen zu hassen und zu verurteilen. Nehmen wir z. B. Napoleon, oder Julius Cäsar, oder Alexander - drei Männer, die, wenn man sie mit der Waage der üblichen menschlichen Gerechtigkeit beurteilt, drei Übeltäter sind, weil sie alle Umstürzler und Zerstörer anerkannter Sitten und bestehender Dinge waren. Aber die Welt lebte durch sie, und dennoch, wer waren sie? Durchschnittsmenschen, jeder mit einer besonderen Rolle, psychologisch und in anderer Beziehung, durch die Nârada wirken konnte, um die karmischen Veränderungen zustande zu bringen. Mit anderen Worten: Nârada ist eine Art Siva, Zerstörer und Erneuerer, aber seine Zerstörungen sind immer wohltätig. Er ist stets auf der Seite der Freiheit, der absoluten Gerechtigkeit für alle, ohne Rücksicht auf irgend etwas und auf der Seite des Fortschritts. Wenn es etwas gibt, das Nârada verabscheut, so ist es Grausamkeit, Grausamkeit jeglicher Art, sowohl Grausamkeit gegen den Freund als auch gegen den Feind. Man steht sofort unter dem wachsamen Auge Nâradas, wenn man sich etwas Menschenunwürdigem hingibt.

Nebenbei sei noch gesagt, daß ich nicht auf Alexander, Julius Cäsar und Napoleon hingewiesen habe, weil ich annehme, daß diese drei Männer Muster in der Menschenführung seien, denn dieser Meinung bin ich nicht, ganz im Gegenteil! Sie sind jedoch bemerkenswerte historische Beispiele von Schicksalsfiguren, die, ohne daß diese Männer es selbst wollten, fast wie Marionetten verwendet wurden, eben weil sie durch ihre Schwäche irregeleitet waren und nicht die Kraft hatten, edle Dinge hervorzubringen.

Es ist eigenartig, wenn man die Geschichte der Menschheit studiert, so wird man finden, daß die großen Spiele Nâradas, die großen Taten Nâradas, stets eine große ethische und religiöse Lebensäußerung mit sich brachten, oder diese kurz danach folgte. Die größten Religionen werden stets zur Zeit der größten menschlichen Umstürze gegründet. Beides ist Nâradas Werk. Nârada bereitet den Boden, lenkt die Auslösung des karmischen Schicksals und winkt gleichsam den göttlichen Lehrern mit seiner Hand, damit sie den Pfad entlangkommen, den er ihnen öffnet.

Einige möchten gern wissen, ob Nârada derselbe ist, wie der Stille Wächter?1 Nein, der Stille Wächter ist über allem. Man kann vielleicht, wenigstens bildlich, sagen, daß Nârada der Siva-Aspekt des Stillen Wächters ist. Nârada ist für diesen Globus während des gesamten Kalpas eine Art Logos. Und was ist die Aufgabe der größeren oder kleineren, höheren oder niederen Logoi? Jeder leitet alle seine Kinder in die Zukunft einer herrlichen Vollendung.

Ich möchte noch auf einen anderen Aspekt hinweisen. Nehmen wir an, es gäbe in der Welt eine große Religion, welche die ursprüngliche göttliche Eingebung ihres Meisters, ihres Gründers, verloren hat und kirchlich und theologisch geworden ist, anstatt weiterhin eine lebendige und lebensprühende, mächtige und spirituell führende Kraft im Leben ihrer Anhänger zu bleiben. Angenommen, diese Religion - die einer der edelsten Motoren des menschlichen Denkens und Verhaltens ist - wäre zu reinem Formalismus und Zeremoniell geworden, und es gäbe sogar Auseinandersetzungen darüber, ob die Lehre des Gründers wirklich so aufgenommen werden sollte, wie wir sie empfangen haben. Was macht da Nârada? Er zerbricht jene leere Schale und befreit den gefangenen Geist wieder einmal. Natürlich gibt es eine Menge Ungemach. Menschen sind in religiösen Dingen meist fanatisch. Wenn man ihre kristallisierten Glaubenssätze zerbricht, können sie zeitweise sogar beinahe zu Dämonen werden. Doch Nârada verfolgt ein größeres Werk als die rein konventionellen Gefühle vieler dieser Koryphäen [Gedankenführer] und ihrer Millionen von Anhängern. Nârada bewirkt in einem solchen Falle, daß der gefangene und vielleicht vergessene Geist des Gründers befreit und seine ursprüngliche Kraft und sein Einfluß wiederhergestellt werden. Es kann plötzlich durch einen Zusammenbruch, durch eine Katastrophe, geschehen; oder es kann Jahre dauern, Jahre und Jahre langsamer Ausweitung und langsamen Zerbrechens der alten Schale. Nârada wirkt auf verschiedene Weise, immer dem Schicksal entsprechend und immer auf die gütigste Weise, in der er wirken kann, denn er ist ein Wiederhersteller und Erbauer; das ist das Wichtigste! Hier ein Beispiel: In einem Falle war die Religion zu einer Gefahr geworden. Sie war zu einer Droge geworden. Die Menschen schliefen dabei ein. Die Menschenseelen wurden so schläfrig, so negativ als herrschende Faktoren im menschlichen Leben, daß die Menschen tatsächlich nicht länger von ihren Seelen wahrhaft beseelt waren. Sie waren mehr oder weniger wie Körper, die blindlings bloßen konventionellen Praktiken folgten. Doch Nârada beseelt diese Menschen wieder. Ihre Seelen erwachen. Sie beginnen zu denken und zu fragen und wollen geistig tätig sein. Sie zerbrechen die leere Schale und stürzen die Formen. In einem solchen Falle kommt es zu einer großen religiösen Wiederbelebung oder Erneuerung.

Natürlich ist das ein schmerzhafter Vorgang. Die Koryphäen mögen ihn nicht; Millionen ihrer Anhänger mögen ihn auch nicht. Ihre ruhigen, bequemen und selbstgefälligen Glaubensbekenntnisse sind umgestürzt. Sie wissen nicht, daß sie alte, schmutzige Kleidung gegen Gewänder des Lebens, des Geistes, den Körper gegen den Geist eintauschen. Sie haben das bis jetzt nicht erkannt. Nur nachdem die Zeit, der magische Mittler, den Kummer über das Unglück der zerbrechenden Schale gemildert und selbst jene, die verletzt wurden, dazu gebracht hat, einsichtig zu sein und zu sagen: "Nun denn, es ist das Allerbeste, was geschehen konnte. Jetzt verstehen wir die Lehre des Meisters. Jetzt ist die Religion zu einer lebendigen und bewegenden Angelegenheit in meinem Herzen geworden. Sie lenkt mein Leben. Sie ist etwas, woran man glauben und womit man leben kann." Erkennen Sie, daß es das Werk Nâradas ist! Doch was hat Nârada während dieser Zeit getan? Er war ein Kali-Kâra, ein Streitmacher, er mußte die Schale zerbrechen.

Und so ist auch das Werk des Logos, welcher Logos es auch sein mag, der Logos unseres Globus, unserer Kette, oder des Sonnensystems. Doch wohlgemerkt, man muß zwischen dem Werk Nâradas und dem böser Menschen unterscheiden. Böse Menschen können von Nârada für karmische Zwecke gebraucht werden, und das geschieht fortwährend, gerade so oft wie Nârada gute Menschen benutzen wird. Man muß nur vorsichtig sein, damit man sich nicht selbst als Richter aufstellt. Der Unterschied zwischem dem Wirken eines schlechten Menschen, der nicht von Nârada geführt wird, und Nâradas Werk ist folgender: Der schlechte Mensch arbeitet immer für sich selbst, aus egoistischer Selbstsucht, der Wurzel allen Übels; während das Wirken Nâradas, ganz gleich, welchen Kanal er auch benutzt, immer für die Welt geschieht, selbst wenn seine menschlichen Werkzeuge sich einbilden, nur für ihre eigenen Ziele zu wirken. Man kann es nicht immer sehen, aber es ist so. Wenn Nârada zum Beispiel eine große Organisation zerschlägt, indem er sie umgestaltet, so ist das Zerbersten der Schale und die Schmerzen, die von jenen erlitten wurden, die darin verstrickt waren, eine Qual für sie; und sie glauben, es sei die Hölle. Tatsächlich ist es das aber nicht, es ist eine Erlösung, und nach einer Weile werden sie es erkennen; doch der Vorgang selbst ist für sie eine Hölle. Daher müssen wir sehr, sehr vorsichtig, sehr nachsichtig und verständnisvoll in unserer Beurteilung sein.

Nâradas Aufgaben sind in der Hauptsache so spirituell und intellektuell, aber auch psychisch, daß ein vorbereitendes Studium der Weisheits-Religion aus diesem Grunde fast unentbehrlich ist, um die Menschen vorzubereiten, damit sie verständnisvoll erfassen, wer Nârada in Wirklichkeit ist und welche Aufgaben er in der Welt hat. Zuerst muß vor allem erfaßt werden, daß unser Universum durch Gesetz und Ordnung regiert wird, die aus intelligenten und spirituellen Quellen kommen, und daß daher alles, was in diesem Universum geschieht, unter diesem Einfluß des Gesetzes und unter dem Einfluß dieser Ordnung steht, und es folglich keinen Zufall gibt. Deshalb ist alles, was auch immer geschieht, verursacht worden - also Karma. Die erste Lehre, die sich daraus ergibt, ist, damit aufzuhören, über andere Menschen zu Gericht zu sitzen. Sie lehrt uns, damit aufzuhören, uns selber die höchste Kompetenz anzumaßen, andere zu verdammen. Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet; aber bedenkt, daß Nârada so wirkt. Man kann ihn einen Schicksalsengel, einen Schicksalserzengel oder einen Dhyân-Chohan nennen, dessen Werk in der Welt es ja gerade ist, die Menschheit und auch die anderen Naturreiche zu führen, die Schritte der Menschheit zu leiten, sie durch Widerwärtigkeit, und durch eigene Torheit selbstgeschaffener Leiden zu Freiheit und Weisheit und Liebe zu führen, mit seiner unermeßlich starken Freundeshand, aufwärts und vorwärts durch Leid und Schmerz, durch Freude und Frieden, durch Krieg und Unruhe, durch Erkenntnis und Fortschritt, ständig aufwärts und vorwärts.

Fußnoten

1. Der Hierarach oder die höchste, führende Autorität jeder spirituell-psychologischen Hierarchie, wie das Sonnensystem, die Erd-Planeten-Kette, oder unser Globus. Siehe Okkultes Wörterbuch von G. de Purucker. - der Herausgeber. [back]